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So erstellst du ein Leserprofil für deinen Blog. Inkl. Fragebogen. I www.annehaeusler.de

Weißt du eigentlich, für wen du bloggst?

Blöde Frage, wirst du dir jetzt denken. Natürlich für meine Leser: für Fräulein K., die immer so lustig kommentiert, für die Leute, die „der beste Rührkuchen der Welt“ googeln, für Lisa, meinen Lieblingskontakt von Twitter.

Aber wer sind diese Leute wirklich? Was weißt du über sie? Was treibt sie an, was motiviert sie und die wichtigste Frage von allen: wieso lesen sie tatsächlich Deinen Blog (denn unter uns: Rezepte für den besten Rührkuchen gibt es viele im Web…).

Um tatsächlich sicher zu stellen, dass die Leser dich und deinen Blog verstehen, solltest du wissen, mit wem du es eigentlich zu tun hast (oder zu tun haben möchtest). Als ich diesen Blog vor einigen Wochen angefangen habe, wollte ich so schnell wie möglich loslegen. Ich hatte seitenweise Ideen für Posts, Kooperationen, Blog-Serien…alles was mir in meiner kreativen Stunde zwischen drei und vier Uhr morgens so einfällt.

Aber dann habe ich mir ausführlich Gedanken gemacht für wen ich tatsächlich schreibe und ein Profil meiner „idealen Leserin“ erstellt. Je detaillierter das Profil wurde, umso klarer wurde auch die Vision von Blogchicks.

Ein Leserprofil hat viele Vorteile:

  1. Der Schreibestil wird klarer, flüssiger und fokussierter wenn du weißt, für wen du eigentlich schreibst.
  2. Es ist viel einfacher Themen zu finden, wenn du die Interessen, Hobbies und Bedürfnisse deiner Leser kennst.
  3. Designfragen lassen sich von dem Leserprofil ableiten. Ein unerfahrener Leser braucht eine ganz andere Nutzerführung auf deinem Blog als ein alter Hase.
  4. Meine imaginäre Leserin beantwortet mir auch die Frage, wie viel und welche Werbung ich auf meinem Blog einbinden darf und welche Art von Produkten zu mir passen. Die „soll ich, oder soll ich nicht“ Frage erübrigt sich dadurch häufig.
  5. Wenn du weißt wen du adressierst, baust du eine viel engere Beziehung zu deinen Lesern auf. Das gilt plattformübergreifend. Denn dein Leserprofil lässt sich bis zu einem gewissen Punkt auch auf deine Sozial Media Profile übertragen.

Fragebogen für das Leserprofil

Nimm dir für die Erstellung deines Leserprofils Zeit. Schnapp dir eine Tasse Kaffe, mach es dir auf dem Sofa bequem und beantworte die folgenden Fragen so ausführlich wie möglich.

Hier kannst du den Fragebogen auch herunter laden.

Basisdaten:

  • Alter:
  • Geschlecht:
  • Wohnort:
  • Bildungsniveau:
  • Einkommen:
  • Beruf:

Hobbies und Interessen:

  • Hobbies:
  • Interessen:
  • Persönlichkeit:
  • Lieblingsblogs:
  • Lieblingsmagazine:
  • Lieblingsbücher:
  • Lieblingsfilme:
  • Lieblingsessen:
  • Wo macht deine Leserin gerne Urlaub?
  • Welche Art von Computer verwendet sie?
  • Mit welchem Gerät (Tablet, Smartphone, Laptop…) besucht sie deinen Blog?
  • Besitzt sie ein Smartphone?
  • Welche Eigenschaften schätzt sie an Marken?
  • Ist sie zufrieden mit ihrem Job?
  • Was ist ihre generelle Einstellung zum Leben?

Welche sozialen Netzwerken benutzt sie?

  • Pinterest
  • Twitter
  • Google+
  • Facebook
  • YouTube
  • E-Mail
  • Über welchen Kanal teilt deine Leserin am ehesten Infos und Empfehlungen mit anderen?

Ausgaben:

  • Wofür gibt deine Leserin gerne Geld aus?
  • Und wofür noch?
  • Wenn sie sich mal etwas gönnen möchte, was wäre das?
  • Von welchen Läden/Marken würde sie gerne einen Geschenkgutschein bekommen?

Sonstiges:

  • Nenne drei Gründe, wieso sie deinem Blog folgt:
  • Wieso würde sie deinen Blog weiter empfehlen?
  • Welche 5 Fragen hätte sie an dich?

Hier kannst du den Fragebogen auch herunter laden.

Wenn alle Fragen beantwortet sind, fasse die Antworten zu einem Kurzprofil zusammen (nicht mehr als eine Seite) und versuche deinen nächsten Blog-Post direkt an deine imaginäre Leserin zu richten.

Mein Leserprofil beginnt so:

Sina ist 33 alt. Sie ist im Leben angekommen und hat ein Job, einen festen Freundeskreis und lebt in einer Partnerschaft. Sie bloggt seit ein bis zwei Jahren und hat inzwischen einen gewissen Ehrgeiz entwickelt. Es geht zwar nach wie vor um die Freude am Bloggen, Aber wenn die Zugriffszahlen stimmen, macht es eben noch mehr Spaß. Und vielleicht lässt sich damit ja auch mal Geld verdienen bzw. vielleicht kann sie ihr Hobby irgendwann mal zum Beruf machen? Sina ist der Typ „selftaught Laie“. Alles Wissenswerte rund ums Bloggen hat sie sich selber beigebracht…

Und, findest du dich darin wieder?

Jetzt bist du dran:

Weißt du, für wen du schreibst? Hast du ein klares Bild vor Augen, wenn du einen Blog-Post verfasst? Existiert dieses Bild auf Papier oder befindet es sich in deinem Kopf?

Und für die alten Hasen: hat sich das Bild des idealen Lesers über die letzten Jahre verändert?