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Gib Abmahnern keine Chance. DAS muss in deinem Blog-Impressum drinstehen: I www.annehaeusler.de

Mit dem Impressum ist es wie mit den Winterreifen: ein notwendiges Übel, mit dem sich niemand gerne beschäftigt. Aber wenn du das Thema ignorierst, kannst du echt aufs Glatteis kommen (Tolles Bild, oder? Hat auch nur nebenbei etwas damit zu tun, dass ich morgen die Reifen wechseln lassen muss…).

Wer benötigt ein Impressum

Vorsicht, jetzt kommt ein bürokratendeutsches Satzmonster: rein gesetzlich benötigen alle Webseiten ein Impressum, die regelmäßig jounalistisch-redaktionelle Inhalte veröffentlichen und/oder mit ihrer Seite Geld verdienen bzw. verdienen wollen.

Das heißt du bist impressumspflichtig, wenn du…

  • regelmäßig jounalistisch-redaktionelle Inhalte veröffentlichst. Leider ist nicht eindeutig geklärt, was journalistisch-redaktionelle Inhalte genau sind. Deshalb solltest du auf jeden Fall ein Impressum auf deiner Seite haben, wenn du regelmäßig Blog-Posts veröffentlichst. Zu welchem Thema auch immer.
  • Beiträge oder Fotos gegen Bezahlung veröffentlichst.
  • für Produkt-Tests oder -Vorstellungen Geld bekommst.
  • Produkt-Test durchführst, bei denen du das Produkt behalten darfst. Ich weiß, viele Blogger sehen das anders. „Das Produkt war ja ein Geschenk“. Nur in dem Moment, in dem du für das „geschenkte“ Produkt eine Gegenleistung (einen Blog-Post, ein Bild bei Instagram, einen Tweet etc) erbringst,  benötigst du ein Impressum).
  • Werbedienste wie Google Adsense, Amazon Partnernet oder andere oder Affiliate-Programme nutzt oder Banner gegen Bezahlung einbindest.
  • irgend eine Art von Aufwandsentschädigungen für Leistungen erhältst, die im Zusammenhang mit deinem Blog stehen.

 Du bist nicht impressumspflichtig, wenn du…

  • ausschließlich privat im Netz unterwegs bist und dein Blog rein persönlichen oder familiären Zwecken dient. Auch hier ist leider nicht im Detail geklärt, was darunter zu verstehen ist. Wenn deine Seite im Netz ganz versteckt liegt oder passwortgeschützt ist, brauchst du vermutlich kein Impressum. Aber auch hier würde ich im Zweifelsfall immer auf Nummer Sicher gehen.

Wo muss das Impressum auf der Seite eingebunden werden?

Das Impressum muss  nach dem Telemediengesetz „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ sein. Lange Rede kurzer Sinn: lege für das Impressum eine eigene Seite und binde die Seite als eigenen Menüpunkt in der Navigation ein. Achte darauf, dass dieser Menüpunkt von jeder Seite deines Blogs zu erreichen ist. Wenn du zum Beispiel auf der „About me“ Seite die Sidebar weglässt, solltest du das „Impressum“ in den Footer mit einbinden.

Kreative Wortspiele wie Sonstiges Gedöns oder Backstage sind beim Impressum übrigens keine gute Idee. Das Impressum heißt Impressum. Punkt.

Was muss ins Impressum rein:

Die Pflichtangaben sind:

  • Vor- und Nachname
  • Anschrift (Straße, Nr, PLZ & Ortsname)
  • eine existierende und gültige Emailadresse

Künstlernamen oder Phrasen wie „Kontaktinformationen auf Anfrage“ sind leider nicht zulässig

Und dann wird es kompliziert. Je nachdem welche Art von Blog du betreibst, gibt es eine allgemeine, umfassende oder eingeschränkte Impressumspflicht. Außerdem benötigst du noch eine Datenschutzerklärung oder einen Disclaimer, der deine Leser über den Umgang mit den Userdaten auf deiner Seite aufklärt und über die Urheberrechte von Bildern und Texten informiert.

Für Normalsterbliche wie dich und mich ist es nicht möglich, alleine ein Impressum zu erstellen. Musst du zum Glück auch nicht. Im Netz gibt es eine Reihe von kleinen Webtools, sogenannte Impressum-Generatoren, die auf der Basis deiner Infos ein maßgeschneidertes Impressum erstellen

Einmal Impressum bitte! Der Impressum-Generator

Ich selber verwende ein Impressum von e-recht24.de. Die Seite wird von Sören Siebert betrieben, einem Anwalt, der sich auf Internetrecht spezialisiert hat. Dickes Plus: neben dem Impressum kannst du dir auch gleich die Datenschutzerklärung und den Disclaimer für Facebook und Google Analytics mit erstellen lassen.

Wenn du mehr Auswahl braucht, die Gründerküche hat vor einiger Zeit mal die besten Impressums-Generatoren im Netz vorgestellt.

Quellen und weiterführende Info:

 e-recht24.de: Impressum für Webseiten

e-recht24.de: Auch bei Facebook ist ein Impressum Pflicht

 Checkdomain: Ein Muss für fast alle Blogger: das Impressum

Mamahoch2: Wenn der private Blog gewerblich wird

Copy Paste Love: Braucht mein Blog ein Impressum

Basic Thinking: So fügt man das Impressum auf Social Media Profilen richtig ein

Hinweis: Ich habe diesen Post nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. ABER: das Internetrecht wandelt sich rasant und ich bin keine Juristin. Dieser Post stellt keine Rechtsberatung dar.